Wer zum ersten Mal einen Yogagurt in der Hand hält, steht oft vor derselben Frage: Wie fädelt man den Gurt eigentlich richtig ein – und wie bindet man eine Schlaufe, die auch unter Zug hält? Keine Sorge, das ist in zwei Minuten gelernt. Diese Anleitung zeigt dir Schritt für Schritt, wie du einen Yogagurt mit D-Ring-Schnalle richtig einfädelst, eine stabile Schlaufe bindest und die Länge für deine Übungen einstellst.
Yoga-Gurt einfädeln: Der D-Ring in 3 Schritten
Die meisten Yogagurte haben eine Metallschnalle mit zwei D-förmigen Ringen. So fädelst du den Gurt ein:
- Ende durch beide Ringe: Nimm das lose Gurtende und führe es von unten durch beide D-Ringe hindurch. Ziehe etwa 15–20 cm Gurt durch.
- Zurück durch den zweiten Ring: Führe das Ende nun zurück und fädele es nur durch den zweiten (äußeren) Ring wieder hindurch – also einmal hin und einmal zurück. Dadurch entsteht die Klemmwirkung.
- Festziehen: Ziehe am losen Ende, bis die Schnalle sicher sitzt. Der Gurt hält jetzt unter Zug, lässt sich aber durch Anheben der Schnalle jederzeit wieder lockern und verstellen.
Kleiner Test: Ziehe kräftig am Gurt – rutscht nichts durch, sitzt die Einfädelung richtig.
Yogagurt richtig binden: Die Schlaufe
Für viele Übungen brauchst du den Gurt als Schlaufe (zum Beispiel um Fuß oder Oberschenkel gelegt). So bindest du sie:
- Lege den Gurt zu einer Schlaufe in der gewünschten Größe – als Faustregel: Die Schlaufe sollte so groß sein, dass das Körperteil bequem hindurchpasst, plus etwas Spielraum.
- Fädele das lose Ende wie oben beschrieben durch die D-Ringe und ziehe die Schlaufe auf die gewünschte Größe fest.
- Der Vorteil gegenüber einem Knoten: Die Schlaufe lässt sich jederzeit stufenlos verstellen, ohne dass du neu binden musst.
Alternative ohne Schnalle: Hast du einen Gurt ohne D-Ringe, lege einfach einen einfachen Überhandknoten als Schlaufe – er hält unter Zug und lässt sich danach wieder öffnen.
Länge einstellen: So findest du das richtige Maß
Die ideale Gurtlänge hängt von der Übung ab:
- Schulter- und Brustöffner: Gurt etwa schulterbreit fassen – so hast du Kontrolle über den Abstand.
- Bein- und Hüftdehnungen: Schlaufe großzügig einstellen, damit du das Bein entspannt halten kannst, statt dich zu verrenken.
- Sitzende Vorbeugen: Gurt um die Füße legen und die Enden so fassen, dass der Rücken lang bleiben kann.
Generell gilt: Lieber etwas länger einstellen und bei Bedarf nachziehen, als von Anfang an zu kurz zu greifen und in die Dehnung zu „kämpfen“.
Häufige Fehler beim Binden
- Nur durch einen Ring gefädelt: Dann rutscht der Gurt unter Zug durch. Immer durch beide Ringe – und zurück durch den äußeren.
- Zu fest zugezogen: Eine Schlaufe, die einschneidet, lenkt nur ab. Sie darf spürbar, aber nicht schmerzhaft sitzen.
- Gurt verdreht: Ein verdrehter Gurt verteilt den Zug ungleichmäßig. Vor dem Festziehen einmal glatt streichen.
Bereit für die ersten Übungen?
Wenn dein Gurt jetzt richtig eingefädelt ist, kann es losgehen: In unserer Anleitung zu Yogagurt-Übungen für Nacken, Hüfte und Rücken findest du sieben Dehnungen, die du mit genau dieser Schlaufen-Technik sofort umsetzen kannst. Und falls du noch einen Gurt suchst: Unsere Yoga-Gurte mit D-Ring-Schnalle sind stufenlos verstellbar und für alle Übungen geeignet.




